Die Champions Hockey League ist für die Moser Medical Graz99ers für die heurige Saison beendet. Wir zeigen euch exklusive Bilder vom Road-Trip aus Schweden & Wales.

Es war in der abgelaufenen Saison DIE Sensation in der Erste Bank Eishockey Liga. Dwight King traf in Dornbirn zum Sieg in der Verlängerung und schoss die 99ers zeitgleich in die Champions Hockey League. Und es sollte eine aufregende Zeit werden für die Grazer. Sowohl für die Spieler & Trainer, als auch für das Management.

Begonnen haben die Vorbereitungen für diese intensive Saison bereits im April, wo die ersten Informationen der CHL eingelangt sind. Eine CHL-Delegation besuchte die 99ers bereits direkt nach der EBEL-Saison und inspizierte die Halle. Dabei mussten kleine Adaptierungen vorgenommen werden, um allen Anforderungen der Champions Hockey League gerecht zu werden. So hat das Management der 99ers alles früh in die Wege geleitet, um auch für die CHL optimal vorbereitet zu sein. Das betrifft aber natürlich nicht nur die Halle, sondern die Dressen, die Helme, das generelle Marketing, die Medienarbeit und vieles mehr. Parallel dazu stand im Mai die Auslosung der Champions Hockey League in Bratislava auf dem Programm. Dabei wurde den 99ers mit den Frölunda Indians der aktuelle Titelverteidiger zugelost, sowie die Cardiff Devils und auch HK Mountfield.

Der Road-Trip
Es war eine aufregende Zeit und wir möchten euch nun ein wenig hinter die Kulissen blicken lassen. Bevor wir das aber tun, hier noch ein kurzer Rückblick auf die erste Saison der Graz99ers in der Champions Hockey League.

Wir starteten mit einer Sensation in dieses Format, denn wir konnten die Frölunda Indians auswärts mit 6:5 im Penaltyschießen bezwingen. Zwei Tage später folgte die bittere 3:4 Shootout-Niederlage in Cardiff. Zuhause hatte man dann großes Pech, denn gegen Frölunda verletzten sich gleich in den ersten drei Minuten mit Colton Yellow Horn und Sebastian Collberg zwei wichtige Stützen. So konnten die 99ers mit Frölunda nur im ersten Abschnitt mithalten, unterlagen mit 1:5. Und auch das Spiel gegen Cardiff ging mit 2:5 verloren. Das Heimspiel gegen Mountfield sollte ebenfalls unter keinem guten Stern stehen. Wieder konnte Doug Mason nur ein reduziertes Line-Up aufstellen und so unterlag man den Tschechen, nach hartem Kampf, mit 1:2. Somit war das Aus besiegelt, unabhängig davon, wie die 99ers in Tschechien (1:7) spielen sollten.

Dennoch konnten die 99ers ihre Haut in der ersten Saison teuer verkaufen und einiges dabei lernen und erleben. Somit kommen wir auch schon zu unserem Roadtrip-Rückblick.

1.Station
Das Team und die Verantwortlichen trafen sich zunächst am Flughafen in Graz, von dort aus ging es über München weiter nach Frölunda. Am Flughafen gab es leider ziemliche Probleme bezüglich dem Gepäck. Wir hatten selbstverständlich alles im Vorfeld angemeldet, zu unserem Ärger war die Maschine aber zu klein und so musste ein Teil des Gepäcks noch in Graz bleiben. In Schweden selbst der nächste Schock, denn nun waren die Schläger in München geblieben. Co-Trainer Jens Gustafsson schaltete sich als Dolmetscher dazwischen und schaffte es am Ende tatsächlich, dass das gesamte “verlorene” Gepäck noch am selben Abend in Göteborg ankam. Wir mussten uns allerdings von Frölunda einen Bus ausborgen, um die Eishockeytaschen und die Schläger zur Halle zu transportieren. Bereits zuvor waren wir bei der Eishalle angekommen und haben unsere Sachen in die Kabinen gebracht und die Spieler haben sich erstmals mit der Halle vertraut gemacht. Anschließend ging es mit dem Bus ins Hotel. Und auch hier lief in der ersten Nacht nicht alles rund. So gab es um Mitternacht einen Feueralarm im Teamhotel, wie im Video ersichtlich.

Bereits um 6:00 Uhr hieß es dann wieder “Tagwache”. Nach einem guten Frühstück ging es in die Eishalle zum Eistraining und direkt danach zurück ins Hotel. Die Spieler ruhten sich noch einmal aus und machten sich bereit für das Spiel am Abend. Kurz vor 17 Uhr hieß es Abfahrt zur Eishalle, wo bereits tausende Fans, inklusive Fernsehen, die Grazer empfingen. Nach dem überraschenden Sieg ging es in den dritten Stock zum Abendessen, ehe wir wieder in den Bus stiegen und uns auf den Weg ins Hotel machten.

2.Station
Am nächsten Tag ging es zunächst noch einmal in die Eishalle Frölundaborg, wo wir die Kabine ausräumten und anschließend fuhren wir zum Flughafen. Hier ging es zunächst nach London und von dort mit dem Bus nach Cardiff. Auch hier hatten wir bei der Anreise unsere Probleme. Dieses Mal war der Bus für unsere Taschen leider zu klein (obwohl anders bestellt), so mussten wir diverse Eishockeytaschen im Mittelgang abstellen. In Cardiff angekommen war die Eishalle das erste Ziel, ehe es anschließend ins Hotel ging. Am Abend blieb noch Zeit für ein gemeinsames Essen am Pier und am nächsten Tag ging es wieder frühzeitig in die Eishalle zum Mannschaftstraining. Früher als in Göteborg ging es dann zurück in die Eishalle zum Spiel. Nach der knappen Niederlage gab es für die Mannschaft eine Lasagne und den Rücktransport zum Hotel. Dem gesamten Team waren die Strapazen der letzten Tage anzusehen und so ging es am Montag zurück mit dem Bus nach London und von dort über Wien nach Graz.

Aufwärmen vor dem Spiel gegen Cardiff. Im Bild: Lukas Kainz

Am Flughafen Graz angekommen wurde die Mannschaft auch von einer Gruppe Fans der 99ers empfangen. So endete ein tolles und lehrreiches Wochenende.