Daniel Oberkofler hat erst letztes Jahr seinen Vertrag um drei weitere Saisonen bei den Moser Medical Graz99ers verlängert. Der 31-Jährige spricht im Interview über seine Verletzung, die bisherige Spielzeit, aber auch über einen ganz besonderen Tick.

Die Nummer #74 der Graz99ers gehört zu einem der größten Bausteine im Team von Doug Mason. Daniel Oberkofler ist auch aktuell sehr stark in Form und blüht an der Seite von Travis Oleksuk und Ken Ograjensek richtig auf. In den Wochen davor gab es aber mehrere Rückschläge aufgrund von Verletzungen. “Mir geht es aber wieder ganz gut. Ich merke natürlich die Müdigkeit nachdem wir zuletzt ziemlich viele Spiele absolviert haben. Die Verletzung spür ich eigentlich fast nicht mehr und der Infekt ist überstanden. Ich bin also richtig fit”, so Oberkofler.

Die Champions Hockey League betrachtet der Angreifer im Rückblick sehr positiv. “Es war ein super Erlebnis, vor allem wenn man gegen Teams wie Frölunda, Mountfield oder Cardiff spielen kann. Wir konnten eine andere Art von Eishockey sehen und es war wirklich eine tolle Erfahrung für uns. Aus meiner Sicht hat jeder in der Mannschaft daraus etwas mitnehmen können und die CHL ist eine tolle Sache.”

Aktuell gibt es in der Erste Bank Eishockey Liga ein Auf und Ab bei den Moser Medical Graz99ers, bedingt natürlich auch durch die große Anzahl an Spielen und den Verletzungen. Daniel Oberkofler analysiert die bisherigen Auftritte der 99ers ganz trocken:”Wir hatten einen guten Start und konnten den Schwung bzw. das hohe Tempo aus der Champions Hockey League mitnehmen. Anschließend kam das Problem mit den ganzen Verletzten und dann hat man auch gemerkt, dass unser Kader nicht der Tiefste ist. Viele Spieler haben dann auch viel Eiszeit bekommen , wir haben teilweise nur mit drei Linien agiert und von den jungen Spielern kann man auch nicht verlangen, dass sie gleich Topleistungen bringen wenn sie zum ersten Mal mit dabei sind. Es ist aber so wie es ist. Wir müssen wieder alle gesund werden und dann wird es sicher wieder in die richtige Richtung gehen.”

Der Österreicher ist letztes Jahr vom Nationalteam zurückgetreten und derzeit sieht es nicht danach aus, dass Oberkofler wieder für das Team auflaufen wird. Auch wenn es noch ein Gespräch mit dem Teamchef geben wird. “Ich hatte bereits ein paar Verletzungen in meiner Karriere und werde nicht jünger, benötige auch mehr Regenerationszeit. Das ist mir auch wichtig, ich verdiene mein Geld hier beim Verein und möchte meine Leistung bringen. Ich habe immer gerne für das Nationalteam gespielt, ich denke aber, dass es genug junge Spiele gibt, mit viel Potential. Ich war lange genug dabei und ich glaube, dass für mich die Pausen einfach wichtig sind. Ich habe aber mit dem Teamchef ausgemacht, dass wir uns noch einmal zusammensetzen. Ich gehe aber davon aus, dass ich nein sagen werde.”

Ein Daniel Oberkofler kann aber auch abseits des Eises nicht unbedingt ruhig sitzen. “Abseits vom Eis gibt es viele Sachen. Im Sommer spiele ich auch gerne Inlinehockey, gehe viel in die Stadt und unternehme auch einiges mit meiner Freundin. Fahre aber auch gerne nachhause zu meiner Familie und lasse mich von der Mama bekochen. Es gibt aber auch Tage, wo ich wirklich gar nichts mache, Nova Spa gehe und versuche zu relaxen. Aber normalerweise schaffe ich es nicht, dass ich den ganzen Tag zuhause herumliege. Ich bin viel zu agil, dass ich eine Ruh geben kann.”

Und dann erzählt unsere Nummer 74 von einem ganz besonderen Tick. “Ich habe ein bisschen einen Putzwahn, ich mag das überhaupt nicht, wenn es bei mir zuhause dreckig ist. Sobald ich sehe, dass nur eine Kleinigkeit dreckig ist, beginne ich bereits mit dem putzen.”

Daniel Oberkofler wird am Eis weiterhin Gas geben und steht auch in den kommenden beiden Jahren bei den Moser Medical Graz99ers unter Vertrag.