Moser Medical Graz 99ers - Medvescak Zagreb 3:4 n.V. (3:0, 0:1, 0:2, 0:1)
Tore Graz: Norris (6./pp, 16./penalty), Healey (9.),
Tore Zagreb: Prpich (33.), Sertich (46./pp), Ouellette (52./pp), Smyth (62.)
Der junge Gasper Kroselj steht wieder zwischen den Pfosten des kroatischen Tores, Sebastien Charpentier hütet heute das Tor der 99ers. Und seine Vorderleute beginnen dieses Spiel um einiges ambitionierter als noch am Sonntag in Zagreb. Nach einer kleinen Meinungsverschiedenheit der beiden dritten Linien ist dann Graz einen Mann mehr am Eis – und diese Möglichkeit nützt wieder einmal Warren Norris nach schönem Pass von Greg Day zum 1:0 für die Gastgeber (6.). Die Gilligan-Truppe drückt danach weiter aufs Tempo und wird in der neunten Minute belohnt: Wieder ist Greg Day der Vorbereiter, diesmal für Eric Healey, der seinen ersten Treffer gegen die Bären aus Zagreb schießt.
Die Kroaten kommen naturgemäß etwas auf nach diesem Treffer. Die nächste große Möglichkeit bietet sich dennoch den Grazern nach einem Konter – Stefan Herzog verzieht knapp. Nach 15 Minuten ist Markus Peintner nach einem neuerlichen Break-away auf und davon und wird unfair an einer klaren Torchance gehindert – den fälligen Penalty verwertet Toptorjäger Warren Norris zum 3:0 (16.). Das ist auch der Spielstand nach 20 Minuten.
Die Bären starten mit einem Überzahlspiel ins zweite Drittel, da Brunnegger noch seine Strafe aus dem ersten Drittel absitzen muss. Große Gefahr für Charpentiers Gehäuse entsteht dabei nicht. Danach kommt die Partie nur schwer in die Gänge – die Grazer sind nun um einiges defensiver eingestellt als noch im ersten Abschnitt, Medvescak tut sich schwer, Brad Smyth hat in der 29. Minute noch die beste Torchance in dieser Phase, doch trifft er den Puck nicht richtig. Beim anschließenden Powerplay der Gäste muss Charpentier gegen Andy Sertich und John Hecimovic sein ganzes Können aufbieten. In der 33.Minute gelingt Zagreb dann der Anschlusstreffer zum 1:3: Mike Prpich lässt dem Grazer Goalie mit einem Hammer ins kurze Kreuzeck keine Chance. Nur wenige Sekunden später ist der Puck wieder im 99ers-Gehäuse, doch der vermeintliche Treffer zum 2:3 wird nach Videoanalyse der Referees nicht anerkannt. Die Steirer wirken danach aufgeweckt und zeigen wieder mehr Offensivgeist. Dieser wird allerdings durch eine Strafe gegen Cole Jarrett unterbrochen. Nach 40 Minuten zeigt die Anzeigentafel „nur mehr“ ein 3:1 für die Heimischen.
Die Moser Medical Graz 99ers zeigen sich zu Beginn des Schlussabschnitts wieder aggressiver und finden die erste große Möglichkeit vor, doch Chris Harand scheitert an Kroselj. Nach 45 Minuten allerdings sind die Zagreber für sieben Minuten mit einem Mann mehr am Eis, denn Stefan Herzog muss wegen Checks von Hinten für 2 plus 5 Minuten in die Kühlbox, außerdem fasst er eine Spieldauerdisziplinarstrafe aus. Diese Möglichkeit nützen die Kroaten nach nur 30 Sekunden zum 2:3 – Torschütze nach Pass Guidarellis ist Andy Sertich (46.). Und die Gäste sind weitere 6 ½ Minuten im Powerplay. David Cullen und Company überstehen dieses Unterzahlspiel beinahe unbeschadet, doch fünf Sekunden vor Ablauf der Strafe kann wieder einmal Mike Ouellette den Puck nach einem Abpraller ins leere Tor zum Ausgleich versenken (52). Danach müssen auch zwei Kroaten in die Kühlbox – die 99ers sind 45 Sekunden zwei Mann mehr am Eis. Zagreb fährt einen gefährlichen Konter mit ihrem vierten Mann, der von der Strafbank kommt – Charpentier hält. Im Gegenzug scheitert zuerst Healey und dann auch Norris an Gasper Kroselj. Wieder einmal eine unglaublich spannende Partie zwischen diesen Teams in Graz-Liebenau. Die Gäste holen ein 0:3 auf und erzwingen eine Overtime im Bunker.
Die Verlängerung dauert heute nur gute eineinhalb Minuten, und es ist wieder Medvescak Zagreb, die das bessere Ende für sich haben. Brad Smyth bezwingt den Grazer Schlussmann mit einem Bachhand-Schuss. Die Bären drehen nicht nur dieses Spiel, sondern führen jetzt auch in der Serie nach 0:2-Rückstand mit 3:2.
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